Pressemitteilungen

Donnerstag 18.1.2018

 

Die Wellen schlagen hoch. Im Westfalen Blatt ist ein Leserbrief veröffentlich worden, der so gestaltet ist, dass der Bürgemeister Andreas Sunder darauf öffentlich reagiert hat. Wir nehmen das noch einmal zum Anlass die bestehenden Informationen zu publizieren, um  Falschinformationen zu vermeiden. Auf der Webseite der Stadt Rietberg werden alle Fakten beschrieben.

https://www.rietberg.de/wirtschaft/innenstadtentwicklung-2

http://rietberg-lebt.de/stellungnahme-des-buergermeisters-und-der-stadtverwaltung-zum-leserbrief/

 

 

 

Handel in der Innenstadt beleben

 

 

Westfalenblatt vom 18.1.2018

 

 

Von Stefan Lind

Rietberg (WB). Simon Tölle, Vorsitzender der Immobilien- und Standortgemeinschaft Rathausstraße (ISG), mag mit seinen Sorgen gar nicht hinterm Berg halten: »Der Druck aus der Peripherie nimmt zu.«

 

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Simon Tölle ist Vorsitzender der ISG. Foto: Stefan Lind

Soll heißen: Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt müssen sich künftig nicht nur mit den Plänen für ein Fachmarktzentrum an der Westerwieher Straße auseinander setzen, jetzt ist zudem bekannt geworden, dass an der Bokeler Straße ein Wohn-, Geschäfts- und Ärztehaus entstehen soll (das WESTFALEN-BLATT berichtete am 16. Januar).

»Wenn ein City-Outlet kommt, wäre diese Entwicklung leichter zu ertragen«, sagt Tölle, und in der Tat: Auf diesem Projekt ruhen eben nicht nur die Hoffnungen der Kommunalpolitiker, sondern vor allem der Gewerbetreibenden. Die ISG hat zuletzt noch im November ihre Position deutlich gemacht: »Wir sind entschieden für eine Belebung der Innenstadt. Nachdem seit vielen Jahren und vielen Versuchen leider nichts nachhaltig war, ist ein City-Outlet Center (COC) ein Gedankenanstoß, den man weiter verfolgen sollte.« Im Dezember ließ die Interessengruppe 15.000 Faltblätter mit Infos zum COC an alle Rietberger Haushalte verteilen, eindeutig betitelt mit »Zukunft für Rietberg – Ja zum City-Outlet«.

Initiative sammelt Unterschriften für Bürgerbegehren

Noch aber steht nicht endgültig fest, ob die Investoren Tom und Leon Meyer ihr Millionenprojekt in die Tat umsetzen können – derzeit sammelt eine Initiative Unterschriften für ein Bürgerbegehren, das, mit Hilfe eines anschließenden Bürgerentscheids, für ein Aus der ambitionierten Pläne sorgen könnte. Daran mag Tölle gar nicht denken: »Im Moment will die Politik ja den Handel in der Innenstadt schützen. Aber sollte das Outlet nicht kommen, habe ich große Sorgen, dass man die Entwicklung zu immer mehr Einzelhandel auf der grünen Wiese nicht mehr aufhalten kann.«

Am Erfolg oder Scheitern des COC hängt auch das Einzelhandelskonzept für die Stadt, wie Stadt-Pressesprecherin Nina Ackfeld bestätigt. Die ursprüngliche Fassung aus dem Jahr 2009 sei mittlerweile fortgeschrieben worden, der Entwurf liege vor und sei mit der Politik abgestimmt. Doch verabschiedet werden soll das Papier erst, wenn die Stadtentwicklung klar erkennbar ist.

Zu wenig Verkaufsfläche im Stadtgebiet

Dass in Rietberg Handlungsbedarf besteht, hatte Marc Föhrer vom beauftragten Büro Stadt + Handel bereits im Juni 2017 in einer Bürgerversammlung ausgeführt. Man lasse derzeit Chancen verstreichen, weil viele Menschen außerhalb der Stadt einkauften – und damit eine Menge Kaufkraft abfließe. »Als Mittelzentrum hat Rietberg eigentlich die Aufgabe, auch die Nachbarorte zu versorgen. Doch kann Rietberg nicht mal sich selbst versorgen«, so Föhrer. Es gebe zu wenig Verkaufsfläche im Stadtgebiet. Und der Trend zeige nach unten. Das überarbeitete Einzelhandelskonzept soll helfen, Rietbergs Funktion als Mittelzentrum zu stärken. Die Idee des City-Outlet-Centers sei ein Weg dahin.

Die Vorgaben des NRW-Landesentwicklungsplans, dass gewisse Sortimente nicht außerhalb der Innenstadt verkauft werden dürfen, findet Tölles einhellige Zustimmung. Das aber, so sagte es Investor Günter Don im WB-Gespräch, mache es so schwierig, für Immobilien in der Peripherie passende Nachnutzungen zu finden.

Zu den sogenannteten »zentrenrelevanten Leitsortimenten«, die nicht ohne weiteres außerhalb der City verkauft werden dürfen, zählen unter anderem Bücher, Zeitschriften, Bekleidung, Lederwaren, Schuhe, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Computer, Elektrohaushaltswaren (Kleingeräte), Foto/Optik, Haus- und Heimtextilien, Haushaltswaren, Einrichtungszubehör (ohne Möbel), Uhren, Schmuck, Spielwaren und Sportartikel.

 

Quelle:

http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Guetersloh/Rietberg/3130276-ISG-Vorsitzender-Simon-Toelle-befuerchtet-zunehmenden-Druck-aus-Stadtrand-Lagen-Handel-in-der-Innenstadt-beleben

 

 

 

 

 

Die ISG Rathausstraße informiert mit einem Faltblatt zum City Outlet

 

 

Pressemitteilung vom 15.12.2017

 

Rechtzeitig zur repräsentativen Meinungsumfrage im Januar 2018 informiert die ISG Rathausstraße Rietberg zum Thema City Outlet. Der Zusammenschluss von Immobilieneigentümern sowie Betreibern von Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie möchte dazu beitragen, dass die Rietberger sich eine fundierte Meinungsgrundlage bei diesem für die Innenstadt so bedeutsamen Projekt bilden können.

 

Das Faltblatt, welches ab dem 19. Dezember als Beilage in der „Mühle - Nachrichten für Rietberg“ an über 15.000 Haushalte im gesamten Stadtgebiet verteilt wird, soll dabei hilfreich sein.

 

„Wir wollen allen Bürgern der Stadt ein erstes niederschwelliges Angebot machen, sich mit der durchaus komplexen Thematik rund um das City Outlet zu befassen.“ so Simon Tölle Vorsitzender der ISG. Der Folder ist ebenso auf der Internetseite und auf der Facebookseite abrufbar: www.rathausstrasse-rietberg.info und www.facebook.com/ISGRietberg 

 

Ein noch tieferes Eintauchen in die Inhalte ist auch auf der Internetpräsenz der Stadt Rietberg möglich. Hier sind unter dem Punkt Innenstadtentwicklung sämtliche Präsentationen, Gutachten und der Prozess hin zu einem City Outlet für Rietberg nachzuvollziehen.   

 

Die Leerstandsproblematik entlang der Rathausstraße und die Chancen die sich mit einem City Outlet für die Belebung der Innenstadt bieten sind im Faltblatt kompakt zusammengefasst.

 

 

 

Stellungnahme der ISG zur derzeitigen Diskussion um das City Outlet Center Rietberg

 

 

 

 

 

 

 

Rietberg ist eine von maximal 5 historischen Städten in ganz Deutschland, wo sich das System City Outlet umsetzen lässt.“ das ist die Aussage des Gutachters Dr. Joachim Will der darauf hinweist, dass Rietberg mit seiner Gartenschau und dem historischen Stadtkern die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Belebung der Innenstadt mitbringt. Dies sind Chancen, um die uns sehr viele andere Städte beneiden, die alle mit den gleichen Problemen der Verödung der Innenstädte konfrontiert sind.

 

Wir haben darüber hinaus eine Rietberger Unternehmerfamilie, die sich hier vor Ort engagiert und ins persönliche und unternehmerische Risiko geht, um die Situation zu verbessern und anzupacken. Wir haben glücklicherweise in Rietberg viele Politiker die früh erkannt hatten, dass es sich lohnt diese Entwicklung der Stadt weiter voranzutreiben, da ein „Weiter so“ in die Sackgasse führt.

 

Und nun sollen die Bürger darüber abstimmen, ob es überhaupt eine Zukunft in der Innenstadt geben soll. Wir werden dazu beitragen, dass Rietberg diese einmalige Chance ergreift! Machen wir uns nichts vor: Das ist eine Überlebensfrage für die Einkaufsstadt Rietberg!